Die Saar schneidet sich bei Serrig zwischen zwei unterschiedliche Gesteinsformationen, den Schiefer im Norden (Hundsrück) und den Sandstein bzw. Gipskeuper u. Muschelkalk im Süden (bis hin zur Obermosel). Die Lage "Serriger Schloss Saarsteiner" liegt am steilen Schieferhang (60% Steigung) und ist einer der südlichsten Weinberge des ganzen Anbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer. Höhe 160–200m über NN.
Durch Eichenwälder von den kalten Nord- und Ostwinden abgeschirmt, profitiert sie von ihrer südlichen Ausrichtung und von der Sonnen-Reflektion der Saar. Der mineralische, stark skelettierte Boden hat nur wenig Humus und zwingt die Reben, ihre Wurzeln tief in die Steine zu treiben.
Der Saarsteiner Weinberg im Alleinbesitz des Weinguts besteht aus verschiedenen Parzellen. Die älteste ist eine wurzelechte Anlage aus dem Jahre 1943 und bringt herrliche Terroir-Weine, besonders die trockene Riesling Spätlese. Daneben liegen zwei größere Parzellen, die in den 60er Jahren gepflanzt wurden. Sie befinden sich jetzt in ihrer stärksten Phase und bringen Jahr für Jahr die höchsten Mostgewichte bei niedrigen Erträgen. Im unteren Teil fördern Herbstnebel, die von der Saar heraufsteigen, die Botrytis und da werden in guten Jahren die edelsüßen Weine selektioniert.
Die Arbeit im Weinberg geschieht von Hand. Etwa die Hälfte kann Christian Ebert mit der Raupe fahren. Er verwendet keine Kunstdünger und Insektizide. Den Riesling-Stöcken wird beim Rebschnitt nur eine Rute belassen. Auch wenn's teuer ist, kümmert er sich sehr um die Laubarbeit und die Mengenreduzierung. Die Qualität wird dadurch erheblich besser.
Die Handlese Ende Oktober und im November geschieht selektiv. Da es immer nur kurze Strecken zum Kelterhaus sind, kann man hier sehr flexibel arbeiten und die Trauben kommen immer frisch in die Kelter.